Strinz-Margarethä blickt ebenso wie Nieder- und Oberlibbach auf eine mittlerweile 825jährige Geschichte seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1184 zurück. Das ebenfalls zum Kirchspiel gehörende Hambach ist ebenfalls weit über 750 Jahre alt.

Auffallend ist der fremd klingende Name „Strinz-Margarethä".
In einer ersten urkundlichen Erwähnung der Grenzbeschreibung des Besitzes des Klosters Bleidenstadt aus dem Jahr 812 taucht die Bezeichnung „ad strincepham flumen" (bis an den Strinzer Bach) auf. Die Silbe strintz, strinc, strinz bedeutet: öde, unbebaut, wüst und weist auf die geringe Bodengüte hin. Die zweite Silbe epha/affa ist das keltische Wort für Bach.
Vermutet wird, dass sich die Namengebung auf das Gelände bezieht: ein durch eine Einöde fließender Bach. Das genaue Gründungsjahr von Strinz-Margarethä ist nicht bekannt. Erstmals wurde der Ort als „Strenzge minorem" im Jahr 1184 erwähnt.
Der Beiname Margarethä ist kirchlichen Ursprungs und weist auf die heilige Margarethe hin eine der 14 Nothelferinnen, der auch die erste Kirche Strinz-Margarethäs geweiht war.
Auf einer Anhöhe über dem alten Dorf erhebt sich die Kirche in Strinz-Margarethä.
Eine Kirche steht an dieser Stelle wohl schon fast so lange, wie es den Ort gibt.
Die heutige Kirche ist in den Jahren 1831 bis 1834 erbaut worden, nachdem die Vorgängerkirche bereits seit 1824 wegen Baufälligkeit geschlossen war und im Jahr 1830 niedergerissen wurde. Die Kirchweihe konnte endlich am 2. November 1834 begangen werden, nachdem die Bewohner in der Zwischenzeit die Niederlibbacher Kirche besuchen mussten.
Es war für die armen Bauern des Ortes sicher mit viel Mühe verbunden, diese Kirche zu erbauen. Von Stil her ist die Kirche ein klassizistischer Saalbau. Wuchtig und gedrungen erhebt sich der Bruchsteinbau über dem Ort. Beim Bau wurden die Materialien benutzt, die es im kargen Untertaunus reichlich gab: Bruchsteine.
Einfache Formen dominieren in inneren und äußeren Erscheinungsbild der Kirche und lassen Rückschlüsse zu auf das gradlinige Denken der Menschen des Ortes, die in ihrem harten Broterwerb als Bauern wohl nicht viel Sinn für verspielte Formen hatten.